FAQ - Französisches Leasing

FAQ - CGI Finance and SGB Finance

F: Für wen ist französisches Leasing vorteilhaft?

A: Für Kunden, die einen Mehrwertsteuervorteil erzielen möchten. Allerdings muss die Yacht an den Kunden persönlich in Frankreich ausgeliefert werden.

 

F: Wie wird die Mehrwertsteuer berechnet?

A: Die Mehrwertsteuer beim französischen Leasing beträgt pauschal 50% des französischen Mehrwertsteuersatzes auf die Leasingrate. Zurzeit (Juli 2016) beläuft sie sich auf 10%.

 

F: Wie hoch sind die Gesamtkosten?

A: Das kommt auf die von Ihnen gewählte Laufzeit und Anzahlung an. Bei 50% Anzahlung und 5 Jahren Laufzeit liegen die Gesamtkosten derzeit knapp unter dem Bruttokaufpreis Ihrer Yacht. Die Finanzierung ist quasi kostenfrei.

 

F: Welche Boote kommen in Betracht?

A: Alle Boote, für die noch keine EU-Umsatzsteuer bezahlt wurde. Also alle Neuboote und nur in Ausnahmefällen Gebrauchtyachten (etwa aus Charterflotten). Zudem muss Ihre Yacht nach Liegeplatz und Ausrüstung potentiell in der Lage sein, die EU-Gewässer zu verlassen. So sollte die Yacht in Küstennähe liegen und z.B. über Funkanlage und Rettungsinsel verfügen.

 

F: Habe ich für das Verlassen der EU-Gewässer eine Beweispflicht?

A: CGI Finance und SGB Finance bitten Sie einmal pro Jahr um eine allgemeine Mitteilung, ob Sie die EU-Gewässer verlassen haben. Eine Beweispflicht für einzelne Fahrten entfällt.

 

F: Ist die Yacht von vornherein voll EU-versteuert?

A: Ja.

 

F: Was ist die rechtliche Grundlage des französischen Leasings?

A:

EU-Richtlinie: 2008/8/CE (Lieferung in Frankreich an Leasingnehmer) + Sitz des Leasinggebers in Frankreich = Anwendung der frz. MwSt.

Die EU-Richtlinie 2006/112/EG in der Fassung 2008/8/EG behandelt die anzusetzende Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen in der EU in Verbindung mit dem Ort ihrer Bereitstellung. Gemäß Artikel 4 2008/8/EG gilt: Für das langfristige Mieten von Sportbooten durch EU-Verbraucher, wird die französische Mehrwertsteuer auf die Leasingraten berechnet, wenn das Boot dem Leasingnehmer in Frankreich zur Verfügung gestellt wird; vorausgesetzt der Leasinggeber hat seinen  Firmensitz oder eine feste Niederlassung in Frankreich. Diese Regelung ist ebenfalls im deutschen Umsatzsteuergesetz festgehalten (vgl. §3a (3) 2. 4. Satz UStG). Im Fall von CGI Finance und SGB Finance wird also der französische Mehrwertsteuersatz angewendet.

Frz. Steuergesetz: Artikel 259 A 1 und Artikel 172 der Anlage 11 = Pauschale Halbierung der MwSt. auf die Leasingraten

Im französischen Steuerrecht (siehe Artikel 259 A 1 der allgemeinen Französischen Abgabenordnung und Artikel 172 der Anlage 11 ist festgelegt: Die Höhe der auf die Leasingraten zu zahlenden Mehrwertsteuer ist abhängig von der Zeit, die in EU-Gewässern verbracht wird. Ist das Boot hochseetauglich und kann außerhalb der EU-Gewässer gefahren werden, fällt – gemäß Französischer Verwaltungsvorschrift 3A-1-05 vom 24. Januar 2005 – pauschal Mehrwertsteuer in Höhe von 50% des normalen Satzes an.

 

F: Ist der Leasingvertrag auf Deutsch nach deutschem Recht mit deutscher Flagge und deutscher Liegeplatzplatzmöglichkeit ausgestaltet?

A: Ja.

 

F: Welche Anzahlung darf ich leisten?

A: Zwischen 30% und 50% des Bruttokaufpreises. Die Anzahlung geht direkt an den Verkäufer der Yacht.

 

F: Welche Laufzeiten sind möglich?

A: Zwischen fünf und zwölf Jahren sind die Laufzeiten von Ihnen frei wählbar. In Ausnahmefällen sind auch 15 Jahre möglich.

 

F: Wie kann ich die Rate möglichst gering halten?

A: Durch eine lange Laufzeit. Natürlich achten CGI Finance und SGB Finance auch auf günstige Konditionen, aber die Vertragsdauer ist ein entscheidender Faktor für die geringe monatliche Belastung.

 

F: Warum soll ich eine lange Laufzeit wählen, selbst wenn ich das Boot schon nach einigen Jahren wechseln will?

A: Durch eine lange Laufzeit halten Sie die monatliche  Rate gering. Auf das Jahr gesehen binden Sie damit weniger Kapital in Ihrer Yacht und bewahren sich finanziellen Spielraum für weitere Anschaffungen.

 

F: Bin ich durch meine Unterschrift unter den Leasingantrag bereits gebunden?

A: Nein, Sie haben ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Frist beginnt auch erst, nachdem CGI Finance bzw. SGB Finance den Antrag schriftlich angenommen hat.

 

F: Kann ich Sondertilgungen leisten?

A: Ja. Sie dürfen allerdings die Leasinggrenzen nicht übersteigen und sind gesondert anzufragen.

 

F: Kann ich jederzeit kündigen?

A: Ja, Sie haben ein Kündigungsrecht. Allerdings entstehen bei einer Kündigung weitere Kosten für Sie. Stattdessen können Sie den Leasingvertrag auch an einen Dritten übertragen. Dieser steigt dann – vorbehaltlich der Bonitätsprüfung und der Zustimmung durch CGI Finance bzw. SGB Finance – in Ihre Rechte als Leasingnehmer ein. So bleibt der Mehrwertsteuervorteil gewahrt.

 

F: Was passiert am Ende der Laufzeit?

A: Sie können eine Kaufoption ausüben, worauf der Vertrag ausläuft.

 

F: Wie wird das Leasing besichert?

A: Als Sicherheit dient in der Regel lediglich das Boot.

 

F: Wie erfolgt die Besicherung durch das Boot?

A: CGI Finance und SGB Finance lassen die Yacht auf ihren Namen im Hamburger Seeschiffsregister eintragen. Die entsprechenden Kosten tragen CGI Finance bzw. SGB Finance.

 

F: Fallen Bearbeitungsgebühren an?

A: Nein.

 

F: Wie muss ich das Boot versichern?

A: CGI Finance und SGB Finance setzt den Abschluss einer Kasko- und Haftpflichtversicherung voraus. CGI Finance und SGB Finance haben gute Erfahrungen mit Pantaenius gemacht. Allerdings sind Sie in der Wahl des Versicherungsmaklers grundsätzlich frei.

 

F: Darf ich meine Yacht verchartern?

A: Ja, aber nicht mit Crew.

 

F: Sind andere Flaggen möglich?

A: Ja, auf Anfrage. CGI Finance und SGB Finance sind auch in Frankreich, Italien, Spanien und UK tätig. Gern erstellen CGI Finance und SGB Finance Finanzlösungen für Sie als internationalen Kunden aus diesen Ländern.

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