Glossar

Ablauf der Schiffsregistrierung

Parallel zur Auszahlung: Ihr Händler schickt alle nötigen Unterlagen für die Registrierung direkt an unseren Partner - Uhsadel Rechtsanwälte. Sofern die Unterlagen vollständig sind, startet Herr Dr. Tietjen von der Anwaltskanzlei den Registrierungsprozess im Hamburger Seeschiffregister. Sie erhalten eine vorläufige Bescheinigung darüber, dass der Antrag gestellt ist, die Sie auf Anfrage vorlegen können. Auf Wunsch erhalten Sie ebenfalls eine Bescheinigung vom Eigentümer (eine sogenannte Allowance of Use) darüber, dass Sie das Boot bis zum Ablauf des Darlehens nutzen dürfen. Diese Dokumente bitten wir Sie - zusammen mit den Vertragsunterlagen - an Bord mitzuführen.

Compagnie Générale de Location d'Equipements

CGL (Compagnie Générale de Location d'Equipements) ist ein Finanzspezialist mit Hauptsitz in Marcq-en-Barœul, Frankreich. Als Tochtergesellschaft gehört CGL zur international tätigen Bankengruppe Société Générale. Die Gesellschaft ist seit über 40 Jahren in der Bootsfinanzierung tätig und mit der Marke CGI Finance offizieller Partner von Bavaria, Brunswick, Dufour,  Fountaine Pajot, Hanse und Princess. Seit Gründung im Jahr 1999 ist SGB Finance - das Joint Venture zwischen CGL und Bénéneteau - für die Finanzierung aller Marken der Gruppe Bénéteau zuständig.

Hypothek

(siehe Sicherungsübereignung vs. Hypothek)

Kaufoption

Vertragsgemäß schließt das französische Leasing mit einer Kaufoption ab. Dadurch wird der Leasingnehmer Eigentümer der Leasingsache. Die Kaufoption besteht auch bereits während der Laufzeit des Leasingvertrages. Bei vorzeitiger Ausübung der Kaufoption fällt jedoch die volle Umsatzsteuer auf die noch nicht geleisteten Raten an.

Partnerschaften

CGI Finance und SGB Finance unterhalten zum Teil langjährige Kooperationsverträge, die auf gegenseitigem Vertrauen und guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit basieren. Partner sind u.a. die Gruppen: Bavaria, Bénéteau, Brunswick, Dufour, Fountaine Pajot, Hanse und Princess Motor Yacht Sales.

Rechtliche Grundlage des französischen Leasings

EU-Richtlinie: 2008/8/CE (Lieferung in Frankreich an Leasingnehmer) + Sitz des Leasinggebers in Frankreich = Anwendung der frz. MwSt.

Die EU-Richtlinie 2006/112/EG in der Fassung 2008/8/EG behandelt die anzusetzende Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen in der EU in Verbindung mit dem Ort ihrer Bereitstellung. Gemäß Artikel 4 2008/8/EG gilt: Für das langfristige Mieten von Sportbooten durch EU-Verbraucher, wird die französische Mehrwertsteuer auf die Leasingraten berechnet, wenn das Boot dem Leasingnehmer in Frankreich zur Verfügung gestellt wird; vorausgesetzt der Leasinggeber hat seinen  Firmensitz oder eine feste Niederlassung in Frankreich. Diese Regelung ist ebenfalls im deutschen Umsatzsteuergesetz festgehalten (vgl. §3a (3) 2. 4. Satz UStG). Im Fall von CGI Finance und SGB Finance wird also der französische Mehrwertsteuersatz angewendet.

Frz. Steuergesetz: Artikel 259 A 1 und Artikel 172 der Anlage 11 = Pauschale Halbierung der MwSt. auf die Leasingraten

Im französischen Steuerrecht (siehe Artikel 259 A 1 der allgemeinen Französischen Abgabenordnung und Artikel 172 der Anlage 11) ist festgelegt: Die Höhe der auf die Leasingraten zu zahlenden Mehrwertsteuer ist abhängig von der Zeit, die in EU-Gewässern verbracht wird. Ist das Boot hochseetauglich und kann außerhalb der EU-Gewässer gefahren werden, fällt – gemäß Französischer Verwaltungsvorschrift 3A-1-05 vom 24. Januar 2005 – pauschal Mehrwertsteuer in Höhe von 50% des normalen Satzes an.

Schiffsregister, was ist das?

In der Regel werden Boote und Yachten im Hamburger Seeschiffsregister eingetragen. Eine unberechtigte Veräußerung des Schiffes an Dritte ist dadurch unmöglich. Diese Eintragung gilt auch für Binnenreviere. Die Eintragung wird durch die renommierte Hamburger Anwaltskanzlei Uhsadel Wychodil Tietjen durchgeführt. Die Eintragungskosten werden vom Darlehensnehmer  getragen. Bei Neubooten bis zu einem Bruttokaufpreis von 150.000 EUR kann von einer Eintragung abgesehen werden. Für Leasingnehmer ist die Eintragung kostenfrei.

In Deutschland werden die Schiffsregister von den jeweiligen Amtsgerichten geführt. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Heimathafen des Schiffes. Ab einer Rumpflänge von 15 Metern bei Seeschiffen besteht die Pflicht zur Eintragung in das Schiffsregister, sofern sie die deutsche Flagge führen dürfen oder zu führen haben.

Die Schiffsregister haben mehrere Funktionen. Zum einen legen sie die Staatsangehörigkeit des Schiffes offen. Zum anderen dienen Sie als Nachweis für Eigentumsverhältnisse, da in Ihnen  eventuelle Ansprüche Dritter (als Hypothek) auf das Schiff eintragen werden.

In Hamburg werden drei getrennte Register geführt: das Seeschiffsregister, das Binnenschiffsregister und das Register für Schiffsbauwerke. Der Nachweis über die erfolgte Eintragung in einem Seeschiffsregister ist das Schiffszertifikat.

Einzelheiten zum Registerrecht regelt die Schiffsregisterordnung (SCHRegO).

Sicherungsübereignung vs. Hypothek

Ihr Darlehen kann auf zwei Arten abgesichert werden.

Bei einer Sicherungsübereignung wird der Darlehensgeber durch eine Eigentumsübertragung bis zum Ende der Finanzierung Eigentümer des Bootes. Diese Form der Besicherung wird beim Erwerb beweglicher Güter häufig angewendet. Sie ist schnell und kostengünstig. Denn so kann der Darlehensnehmer – während der Finanzierung – trotzdem im unmittelbaren Besitz der Sache sein und diese nutzen. Bei einer Sicherungsübereignung wird das Boot im Namen des Darlehensgebers in das Schiffsregister eingetragen.

Die zweite Möglichkeit Ihr Darlehen zu besichern ist eine Hypothek. Dabei sind Sie als Darlehensnehmer von Anfang an Eigentümer des Bootes. Allerdings fallen für Sie Notarkosten für die Errichtung der Zwangsvollstreckungsunterwerfung an. Der Darlehensgeber ist Gläubiger mit Grundpfandrecht. Diese Forderung in Höhe des Darlehensbetrags wird im Schiffsregister eingetragen. Schiffshypotheken finden insbesondere bei Großyachten und bei Charteryachten mit Liegeplatz außerhalb Deutschlands Anwendung.

Société Générale

1864 gegründet kann die Société Générale auf eine lange Geschichte zurückblicken. Mittlerweile hat die Bankengruppe 146.000 Angestellte und betreut weltweit über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden (Stand: Ende 2015). Engagement, Verantwortung, Teamgeist und Innovation sind dabei die Werte, die das Handeln der Société Générale nach innen und außen bestimmen.

Übernahme in Anwesenheit eines Gerichtsbeamten

Die Lieferung aller geleasten Boote findet in Frankreich an den Leasingnehmer persönlich statt. Die Übernahme muss dabei vor Ort von einem französischen Gerichtsbeamten zertifiziert werden – auf einer sogenannten Übernahmebestätigung. Den Termin mit dem Gerichtsbeamten organisiert das Backoffice von CGI Finance und SGB Finance in Nantes in Absprache mit dem Leasingnehmer und dem Händler bzw. der Werft. Dabei fallen für den Leasingnehmer Dokumentierungskosten in Höhe von ca. 500 EUR an, die vor Ort in bar bezahlt werden müssen und vom Leasingnehmer zu tragen sind.

Unterlagen für die Auszahlung

Zum Zeitpunkt der Auszahlung müssen go boating in der Regel folgende Unterlagen im Original vorliegen:

Bei einem Kredit: Bei einem Leasing:
  • Der Darlehensvertrag
  • Ein SEPA-Lastschriftmandat
  • Ein Anzahlungsbeleg
  • Ihre Selbstauskunft
  • Eine Versicherungsbestätigung
  • Eine Rechnung bzw. ein Kaufvertrag
  • Der Auszahlungsantrag
  • Die Zahlungsaufforderung (vom Händler)
  • Der Leasingvertrag
  • Ein SEPA-Lastschriftmandat
  • Ein Anzahlungsbeleg
  • Ihre Selbstauskunft
  • Eine Versicherungsbestätigung
  • Eine Rechnung bzw. ein Kaufvertrag
  • Die Übernahmebestätigung (zertifiziert)

Je nach Aktenlage können noch weitere Unterlagen nötig sein.

Unterlagen für die Bonitätsprüfung

Go boating ist zur Bonitätsprüfung verpflichtet, holt in der Regel aber keine Schufa-Auskunft ein. Für diese Bonitätsprüfung werden für gewöhnlich folgende Unterlagen benötigt:

Ihre persönlichen Unterlagen dienen lediglich zur Ansicht und werden absolut vertraulich behandelt. Die Übersendung Ihrer Unterlagen ist für Sie damit vollkommen unverbindlich und risikolos.

Makler von CGI Finance und SGB Finance in Europa

CGI Finance und SGB Finance haben Ihren Hauptsitz in Frankreich und agieren von Frankreich aus. Durch ihre offiziellen Makler sind sie jedoch in jeweils vier weiteren europäischen Ländern aktiv. So ist es möglich, Finanzlösungen für internationale Kunden aus diesen Ländern anzubieten.

Vorfälligkeitsentschädigung

Bei Leistung von Sonderzahlungen oder vorzeitiger Tilgung eines Darlehens ist der Darlehensgeber berechtigt, eine angemessene Vorfälligkeitsentschädigung zu verlangen. Diese darf bei Verbrauchern eines Kreditvertrages mit Sicherungsübereignung 1% des vorzeitig zurückgezahlten Betrages nicht überschreiten. Genaueres regeln §§ 500 II, 502 I BGB.

Widerrufsfrist

Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Widerrufsfrist für Verbraucher beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss. Während dieser Frist dürfen Sie ohne Begründung von Ihrem Finanzierungsvertrag zurücktreten. Deshalb können SGB Finance bzw. CGI Finance Ihr Darlehen nicht vor Ablauf dieser Frist auszahlen. Genaueres regelt §355 BGB.

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